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Heizwert von Brennholz – Kostenvergleich

Lohnt es sich eigentlich überhaupt noch, selbst Brennholz zu machen? Anlässlich meiner letzten Gasrechnung und dem derzeitigen Preis, den ich für am Wegesrand liegendes Stammholz bezahlen muss, und dem Preis den man beim Baumarkt oder Holzhandel für ofenfertiges Scheitholz zahlt, habe ich mal angefangen zu rechnen.

Heizwert – Vergleich Brennholz und Gas

Nach den einschlägigen Tabellen entspricht der Heizwert von einem Raummeter Buchen/Eichenholz etwa 211 m³ Stadtgas. Für diese Menge habe ich im letzten Jahr 196.- Euro bezahlt.

Dem stehen die Kosten für einen Raummeter Buchen/Eichenholz von 50 .- Euro gegenüber. Der Vergleich läuft also auf einen deutlichen Preisvorteil zugunsten des Brennholzes hinaus ? Nun ganz so einfach ist die Geschichte dann doch nicht. Der Heizwert von Holz und Gas kann nicht einfach miteinander verglichen werden, weil die beiden Brennstoffe schließlich in ganz verschiedenen Heiz- bzw Ofensystemen eingesetzt werden. Die verschiedenen Heizsysteme haben schließlich auch verschiedene Wirkungsgrade. Der Wirkungsgrad eines offenen Kamins als Wärmequelle beträgt schließlich nur schlappe 40 % wogegen eine moderne Brennwerttherme theoretisch sogar einen Wirkungsgrad von 109 % zuwege bringt.

Um mit dem Kamin den gleichen Heizwert wie mit der Gastherme zu erzielen, muss ich also 69 % mehr Holz einsetzen, habe also auch 69 % Mehrkosten und bin dann bei rund 85.- Euro Kosten für das Holz angelangt.

In meinem Fall sieht die Rechnung dann allerdings doch etwas günstiger aus, denn mein sibirischer Grundofen hat einen Wirkungsgrad von gut 85 %  und ich muss deshalb mit ca. 25 Prozent mehr Holzeinsatz und damit auch 25 % mehr Kosten rechnen. Damit wäre ich bei 62,50 Euro reinen Holzkosten angelangt. Man kann aber an diesen beiden Beispielen erkennen, dass der Heizwert nicht unbedingt eine vergleichbare Größe ist. Soweit die Theorie. Wie sieht es aber in der Praxis aus?

Meine beiden Wohnetagen haben je 60 m². Das Erdgeschoß wird ausschließlich mit dem Grundofen geheizt. Die vorhandene Heizung wird nur selten, bei mehr als einem Tag Abwesenheit eingeschaltet.

Für die zweite Etage und die Warmwasserbereitung  habe ich insgesamt 700 m³ Gas zum Preis von 650 Euro verbraucht. nach der theoretischen Heizwertberechnung  hätte ich ohne Berücksichtigung der Wirkungsgradunterschiede von rund 25 % dann  3,31 rm Holz zum Preis von 165 Euro brauchen dürfen. Bei 25 % mehr Holz also 4,2 rm wären das dann 206,25 Euro gewesen. Immer noch weniger als ein Drittel der Gaskosten.

Tatsächlich habe ich dann aber 6 Raummeter Brennholz benötigt und dafür 300.- Euro bezahlt. Aber auch dieses Ergebnis kann nicht im Verhältniss 1 : 1 miteinander verglichen werden. Obwohl die Wohnflächen identisch sind, tut sich der Grundofen im Erdgeschoß über einer ungedämmten Kellerdecke natürlich schwerer, den erwünschten Heizwert zu erzielen. Andererseits erleichert er über die aufsteigende Wärme durch die Holzbalkendecke in die 2 Etage der dort arbeitenden Zentralheizung doch schon die Arbeit beträchtlich. Die Gaskosten wären ohne die Grundofenunterstützung sicher um einiges höher. Außerdem muss man berücksichtigen, dass auch das Warmwasser von der Gasheizung bereitet wird.

Was den Komfort anbelangt herschen halt im Erdgeschoß ab 11.00 Uhr nach dem Anheizen wohlige 23 Grad, die auch über Nacht durch die gigantische Speicherfähigkeit des 3,5 Tonnen schweren Grundofens lediglich auf 21 Grad absinken. Da kann eine Gastherme halt nicht mithalten.

Mein Fazit, ich werde weiter mit Holz heizen ! Selbst wenn ich zu den Holzkosten noch sehr großzügige 100 Euro für Maschinenabschreibung Benzin und Öl  für Transport und Motorsäge hinzurechne hab ich immer noch 250 Euro gespart und Spaß macht das Brennholzmachen allemal, Heizwert hin und Heizwert her.

Sicher, mittlerweile wird ofenfertiges Scheitholz für ca. 100 Euro angeboten. Sehr oft sind mit „einem Meter Holz“ aber Schüttraummeter gemeint. die zwar in einer 1 mal 1 mal 1 Meter Gitterbox angeliefert werden, nach dem ordentlichen Aufschichten dann aber nur ca. 0,65 Raummeter sind. Also aufpassen. Hier noch mal die Faustformel: Einem Fest- oder Kubikmeter (reines Holz ohne Zwischenräume) entsprechen lediglich 0,6 bis 0,7 Raummeter und lediglich 0,4 bis 0,5 Schüttraummeter. Andersrum ausdedrückt, man muss 1,5 SRM kaufen um die Gegenmenge von einem im Wald geschlagenen Raummeter zu erhalten. So können dann leicht mal 150 Euro für die Menge Holz verlangt werden, die man im Wald für 50 Euro kriegt. Auf meinen Fall mit 6 RM Holz/Jahr bezogen wäre dann das Gas deutlich billiger gekommen.

Apropos Sparen: Wer sich dafür interessiert, wie man mit einem selbstgebohrten Gartenbrunnen bis zu 900 Euro jährlich sparen kann, schaut mal auf meinem Brunnenbohrer Blog http://rat-und-tat.net vorbei.

Stihl produziert auch in China

Stihl produziert Motorsägen für das untere Preissegment ebenfalls in China

Wenn man so in den einzelnen Foren, die sich mit den Themen Brennholz, Heizen, Waldarbeit und Motorsägen beschäftigen, unterwegs ist, um sich Tipps und Anregungen für Reparatur und Wartung zu holen, stößt man immer wieder auf das Thema: „Was taugen Motorsägen aus China ?“ Da werden unterschiedliche Erfahrungen beschrieben, gute und schlechte, objektive und gesponserte. Nicht nur In letzteren werden Chinasägen dann auch mal gerne als „Chinaböller“, „Chinakracher“ und „Chinaschrott“ bezeichnet. Dabei wird  geflissentlich übersehen, dass gerade der renomierte deutsche Hersteller Stihl schon seit 2006 ein Fertigungswerk für Einsteigersägen in China unterhält, wie aus dieser Pressemeldung hervorgeht.

Sind die in China produzierten deutsche Markensägen dann kein Chinaschrott mehr ?

Wenn man den Wusch hat, eine deutlich bessere Maschine zu kaufen, als es dem soliden Grundbedarf entspricht, muss man natürlich auch  einen deutlich höheren Preis bezahlen. Aber keine Maschine ist nahezu 10 mal besser als das solide Grundmodell.

Der Preis so mancher in Deutschland verkaufter Markenmotorsägen aber sehr wohl.

Die ganze Diskussion erinnert mich irgenwie an die Debatten über japanische Autos vor 15 oder 20 Jahren. Heute weiß jeder, dass japanische Autos eben kein Schrott sind. Und so wird es mit allen anderen Wirtschaftsgütern aus chinesischer Produktion in Zukunft auch laufen. Auch da wird sich, wie bisher bereits auch schon langsam geschehen, die Spreu vom Weizen trennen. Und warum sollten chinesische Arbeiter für die eigenen Marken schlechter arbeiten, als für europäische Unternehmen ?Und weil das eben so ist, werde ich, sofern wieder erforderlich, eine preiswerte, meinem Bedarf und dem zu erwartenden Verschleiß entsprechende Motorsäge kaufen, ganz egal aus welcher Produktion diese kommt.

Es ist völlig klar, dass der professionelle Arbeitseinsatz das ganze Jahr und den ganzen Tag über natürlich Motorsägen, die eben für diese Belastung konstruiert wurden und entsprechend haltbar und demzufolge auch teuer sind, erfordert.

Es ist aber doch fraglich, bei einem Jahresholzbedarf von 10 Festmetern oder wegen des gelegentlichen Fällens eines Baumes im Hausgarten eine Profisäge wie z.B. die MS 201 T für 779 Euro einzusetzen.

Natürlich ist für viele Holzwerker ihre Arbeit  auch gerne betriebenes Hobby und die sollen  auch Freude an ihrer edlen und wohlgewarteten Markensäge für über 700 Euro haben. Ist halt eben wie beim Auto, mit dem Golf geht ja auch fast das Gleiche wie mit dem Porsche nur eben ein bischen anders.

Erfahrungsbericht Reparatur einer Chinasäge

Reparatur einer Chinasäge – Seilzug und Polrad erneuern

So, die diesjährige Holzernte ist schon eingebracht und verarbeitet. Deshalb ist jetzt wieder etwas Zeit zum schreiben und berichten.

Bereits nach einer Stunde im Wald hat mein „Fichtenmoped“ den Dienst quittiert. Der Seilzugstarter ließ sich nicht mehr bedienen, drehte einfach leer. Also aufschrauben und nachsehen.

Angesichts des geringen Anschaffungspreises ist die Reparatrur einer Chinasäge ja nicht unbedingt naheliegend. Dann jedenfalls nicht, wenn man das gute Stück dazu in eine Werkstatt bringen müsste. Schon bei einer zu bezahlenden Arbeitsstunde könnte man nichrt mehr davon ausgehen, dass sich die Reparatur der Motorsäge noch lohnt.

Wenn man dagegen in der Lage ist  solche Reparatur der Motorsäge selber durchzuführen, sieht die Sache schon anders aus. Also hab ich mich ans Werk gemacht und die Säge aufgeschraubt.

Diagnose:

Defektes Polrad Reparatur einer Chinasäge
Defektes Polrad mit gebrochenem Mitnehmerflügel
Feder
Gebrochene Feder des Seilzugstarters

Feder des Starters gebrochen und einer der beiden Mitnehmerfederstifte oder -flügel des Polrades, welche ja für die Verbindung von Kurbelwelle und Seilzugstarter verantwortlich sind, war gebrochen.

Also musste ein Neues Polrad, respektive neue Mitnehmerflügel für dasselbe und ein neuer Seilzugstarter her.

Angesichts der in vielen Fachforen beschriebenen mangelhaften Ersatzteilversorung von Motorsägen aus chinesischer Produktion, habe ich mich kurzfristig entschieden, sofort eine Ersatzsäge zu beschaffen, um weiterarbeiten zu können.

Die Ersatzsäge

Nachdem die Säge ja ihren Dienst in den letzten 6 jahren treu und brav erfüllt hatte und ich daher die allenthalben geäußerte massive Kritik an Chinasägen überhaupt nicht bestätigen kann, habe ich zum Preis einer  „Markensägen-Inspektion“ eine 62 ccm Säge mit 45 er Schneidegarnitur der Marke Fuxtec bestellt. Lieferzeit 1 Tag und die Arbeit konnte weitergehen. Zu den Erfahrungen mit der neuen Säge im Vergleich zur Alten weiter unten mehr.

Wie gesagt die Holzernte war auch wegen des guten Wetters ungewöhnlich schnell eingebracht und im Anschluß daran hab ich mich dann um die Ersatzteile für die alte defekte Chinasäge gekümmert.

Auf Ersatzteilsuche

Also ne Stunde hab ich schon suchen müssen, bis ich die benötigten Teile fand. Im Prinzip ist die Marke der Chinasäge ja fast völlig wurscht, denn jeder Importeur kann ab einer bestimmten Stückzahl seine eigenen Marke aufdrucken lassen. So ist der ganz überwiegende Teil der 52 ccm  Sägen hinsichtlich der häufigsten Verschleißteile identisch.

Mein Händler von 2007 ist unter dem Markennamen „LG Motors“ nicht mehr aufzufinden.Wichtig ist einfach sich die Abbildungen der benötigten Teile genau anzusehen und mit dem defekten Teil genau zu vergleichen. Ich bin dann Hier fündig geworden.

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Seilzugstarter für die defekte 52 ccm "LG o
Seilzugstarter für die defekte 52 ccm „LG o

Der erste Seilzugstarter passt in die Neue Fuxtec Säge mit der Typenbezeichnung  S 61500 und greift mit 4 festen Zähnen in das Polrad ein. Das ist wesentlich stabiler und die Belastung der Verbindung ist gleichmäßiger als bei der alten 52 ccm Säge. Die Schrauben sitzen aber auch an den gleichen Stellen wie die beim alten Modell. Der Starter lässt sich auch einwandfrei befestigen. Nur funktioniert er halt wegen der unterschiedlichen Verbindungssysteme nicht. Man muss also schon genau vergleichen und die vage Beschreibung “ passt auf fast alle Chinasägen“ ist halt keine Garantie.Für die neue CS 6150  Säge hält die Firma Fuxtec ein reichhaltiges Ersatzteilangebot vor.

Defekte Teile ausbauen

Die Reparatur der alten Säge gestaltete sich recht einfach. Nach dem Entfernen der vier Halteschrauben kann das gesamte Starterelement entnommen werden. Darunter kommt  das Polrad (siehe Bild 1) mit dem defekten Mitnehmer zum Vorschein. Nach herausdrehen der Sicherungsschraube in der Kurbelwelle kann dann das Polrad abezogen und das neue Polrad aufgesetzt werden. Sicherungsschraube mit etwas Locktite versehen, wieder aufschrauben. Neuen Starterzug mit den vier Schrauben wieder befestigen, fertig.

Abzieher für Polrad
Abzieher für Polrad

Das Abziehen des Polrades ist allerdings nicht ganz leicht. Ich habe mir dazu aus einem Stück Flacheisen einen einfachen Abzieher gebaut. Das Polrad hat in der Flucht der Kurbelwelle zwei Bohrungen mit 8 mm Innengewinde. Ich habe nun in das Flacheisen (25 mal 4 mm) im Abstand der beiden Bohrungen zwei rechteckige Einkerbungen von 9 mm Breite und 15mm Tiefe für zwei 8 mm Maschinenschrauben geflext. Die Maschinenschrauben hab ich in die Bohrungen soweit eingedreht, dass zwischen Kurbelwelle und Flacheisen ein Stück Rundstab mit dem Durchmesser der Kurbelwelle passte. Durch gleichmäßiges Andrehen der Maschinenschrauben hab ich dann das Polrad von der Kurbelwelle abgedrückt. War eigentlich ganz einfach.

Die Einbaubeschreibung erspar ich mir. Einfach Polrad und Seilzugstarter mit Gehäuseteil wieder zusammenschrauben.

Die Säge hat danach noch 2 Jahre ihren Dienst als Zweitsäge  ordnugsgemäß verrichtet, bis die Schwertbefestigung ausbrauch.

Mein Fazit: Die Reparatur einer Chinasäge kann sich durchaus lohnen.

Forstwerkzeug – Stammheber selber bauen

Erdkontakt mit der Schiene der laufenden Kettensäge macht die Sägekette sehr rasch stumpf. Ohne das richtige Schärfwerkzeug oder eine zweite Kettensäge muss dann gegebenenfalls die Arbeit im Wald abgebrochen und die Sägekette neu geschärft werden.

Forstwerkzeug ein selbst gebauter Stammheber

Beim Ablängen von langem Stammholz im Wald beginnen die Schwierigkeiten dann bei der unteren Lage von Stämmen eines Polders. Bei den oben liegenden Stämmen sägt man beim Ablängen ja nur ins Holz der unteren Lagen, bei der letzten Lage geht’s dann halt manchmal in den Waldboden. Ein nützliches Forstwerkzeug ist dann ein Stammheber, mit dem man auch dickere Stämme mittels Hebelwirkung anheben und einen dicken Ast unterlegen kann, sodass unter dem Stamm ein paar Zentimeter Freiraum entstehen und die Säge deshalb nicht in den Waldboden läuft.

Ein solches Forstwerkzeug habe ich mir aus einigen Rechteckrohrresten selber zusammengeschweißt.

Forstwerkzeug
Stammheber selbst gebaut

Das Teil sieht zwar nicht besonders aus, erfüllt aber voll seinen Zweck und hat vor allem so gut wie nichts gekostet.

Der Haupthebelarm besteht aus einem ca. 2 Meter langem Stück Rechteckrohr 40 * 60 Millimeter. Materialstärke 2,5 mm. Am unteren Ende wurde ein etwas geringer dimensioniertes Stück Rechteckrohr mit einen Stück Flachstahl 8 * 20 mm t-förmig verschweißt und im Winkel von 90 Grad ans untere Ende des Haupthebels angeschweißt. Das vordere Ende des kürzeren Hebelarmes wurde etwas angespitzt um es auf dem Waldboden besser unter den Stamm treiben zu können.

Im Abstand von etwa 12 cm vom Scheitelpunkt des 90 Grad Winkels der beiden Rohrschenkel wird ein weiteres starkes Flacheisen ( ca. 8 * 30 mm)und ca. 70 cm lang mit dem einen Ende an den kürzeren Schenkel und dem anderen, entsprechend dem herzustellen Winkel angeschliffen, direkt an den Haupthebel angeschweißt.

Stammheber selbst gebaut
So wird der Stammheber mit seinem kurzen Hebelarm unter den Stamm geschoben

Dieses starke Flacheisen stabilisiert nicht nur den 90 Grad Winkel der beiden Hebel, sondern bildet dann auch die Auflage für den Stamm, welcher dann nach dem Hochhebeln und Kippen auf diesem Eisen, ca 12 – 15 cm über dem Waldboden aufliegt.

Das letzte Element des selbst hergestellten Forstwerkzeuges bildet die am Scheitelpunkt der beiden Hebeleisen angeschweißte ca. 50 cm lange Quertraverse, welche verhindert, dass der Stammheber beim Hochhebeln des Stammes in den Waldboden einsinken und zur Seite kippen kann.

Stammheber selbst gebaut
Der Stamm liegt sicher im Abstand auf dem Stammheber auf

Der Stamm liegt somit sicher auf, in einigem Abstand vom Stammheber kann nun ein starker Ast oder ein Balken unter den Stamm geschoben und der Stammheber entfernt weren.

Ein weiteres mittels Schlitzung und Schraube an das Auflageflacheisen angepasstes Rohrstück ist so konstruiert, dass es sich sowohl leicht auf der Auflageleiste verschieben lässt, aber am Ende auch selbst in aufrechter Position klemmt und somit ein Abrollen des Stammes auf der schrägen Auflage verhindert. Das beschriebene Forstwerkzeug Marke Eigenbau kann, mit entsprechender Verlängerung des Haupthebels versehen, nach meinen Erfahrungen schon Stämme bis zu einem Durchmesser von 30 – 35 cm und einer Länge von 6-7 Metern in die richtige Sägeposition bringen.

Das fertige Forstwerkzeug in einer etwas anderen Ausführung gibt es übrigens hier zu einem vernünftigen Preis

OREGON / BLOUNT Oregon Fällheber 130cm

Schärfen von Sägeketten

Das Schärfen von Sägeketten geht bei einigem technischen Geschick am einfachsten von Hand. Die Sägekette kann dabei auf der Schiene bzw. Maschine verbleiben und man spart deshalb eine Menge Zeit und Montagearbeit.

Schärfen von Sägeketten im Wald

P1000605_1280x960Es sollte zwar nicht passieren, geschieht aber immer wieder. Beim Baumfällen oder Ablängen von Liegendholz bekommt die laufende Kettensäge Erdberührung. Normalerweise reicht eine scharfe Kette für gut 1 Raummeter Laubholz, aber nach 2-3 Erdberührungen produziert das gute Stück nur noch feines Sägemehl und das Sägen wird zur kräftezehrenden Tortur.

Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder man hat das notwendige Handwerkszeug zum Schärfen von Sägeketten dabei, oder man bricht die Aktion ab und schärft die Kette zu Hause. Im Wald ist das wichtigste Hilfsmittel der Feilbock der in einen Baumstamm eingeschlagen den heimischen Schraubstock ersetzt. Die Kettensäge wird auf den Baumstamm gelegt und das Schwert in den Sägebock eingespannt. Das ist aber auch der einzige Unterschied zum Schärfen von Sägeketten zu Hause im Schraubstock, der Rest ist absolut identisch.

Arbeitsweise ist im Prinzip recht einfach. Es werden zuerst alle Schneiden der einen Seite geschärft, dann alle Schneider der anderen Seite. Die Kettenbremse wird aktiviert, damit sich die Kette nicht frei drehen kann. Dann werden zuerst die gut zugänglichen Zähne auf der Schienenoberseite bearbeitet. Danach wird die Kettenbremse gelöst, die Kette ein paar Zähne weiter transportiert und wieder mit der Kettenbremse festgestellt, um die nächsten Zähne zu bearbeiten.

P1000633_1024x768Wie an diesem Schneidezahn zu sehen ist, hat es diese Kette ganz eindeutig hinter sich.
Intaktes SchneidegliedDiese Kette kann sicher noch einige Male nachgeschärft werden.
 FeilenhalterEin Feilenhalter mit Winkelgradmarkierungen erleichtert den Schärfvorgang ganz erheblich und fixiert die Rundfeile im richtigen Verhältniss zum Zahndach

Dabei muss natürlich möglichst gleichmäßig gearbeitet werden, also immer die selbe Anzahl von Feilenstrichen mit gleichmäßigem Druck im selben Anstellwinkel von ca. 30 Grad. Viele Ketten haben diesen Winkel auf dem Kettendach als Hilfslinie eingeprägt.

Eine gute Möglichkeit ist auch die Benutzung eines Feilenhalters, in welchen die Rundfeile festgeklemmt wird, Dadurch befindet sich die Rundfeile immer in der richtigen Höhe zum zu bearbeitenden Schneidezahn und der Feilwinkel ist gut sichtbar auf der Rückseite des Feilenhalters eingeprägt. Damit ist das Schärfen von Sägeketten ein Kinderspiel.

Wenn jetzt noch die zur Kette richtige Rundfeile, meist 4 mm, eingesetzt wird und nach ca. 10 Schärfungen die Tiefenbegrenzer kontrolliert und mittels Tiefenlehre gegebenenfalls korrigiert wird, sollte es für den einigermaßen geübten Heimwerker möglich sein, das Schärfen von Sägeketten ob im Wald oder am Schraubstock daheim, schnell und preiswert selbst durchzuführen. Alleine das Demontieren und Montieren von Sägeschiene und Kette dauert wesentlich länger als der gesamte Schärfvorgang in der beschriebenen Weise. Das benötigte Werkzeug,  Rundfeile, Feilenhalter, Flachfeile und Tiefenbegrenzungslehre und Feilbock, ist für recht kleines Geld in jedem Baumarkt zu haben. Rundfeile mit Feilenhalter ca. 10.- Euro, Feilenbock ca 18.- Euro

Klar eine gute elektrische Kettenschärfmaschine bringt das, wenn alles richtig eingestellt wird, genauer hin. Die bessere Schneidleistung wirkt sich aber höchstens hinter dem Komma aus und Billigdinger für 29,99 Euro beim Kistenschieber im Internet kann man sowieso vergessen. Vernünftige Teile beginnen bei deutlich über 100 .- Euro.

Hier gibt es übrigens ganz ausführliche Schärfanleitungen für fast alle Sägeketten.

Motorsägenlehrgang

Im Dezember 2007 meldete ich mich dann zu einem Motorsägenlehrgang bei meinem zuständigen Forstamt an. Zum damaligen Zeitpunkt war noch nicht klar, ob man diesen Schein auch zur Verarbeitung von liegenden Holz benötigt. Andererseits wollte ich mir aber auch die Möglichkeit offenhalten, doch wieder Bäume selber zu fällen. Mittlerweile vergibt der Förster ohne Motorsägenschein überberhaupt kein Holz mehr, weder liegend noch stehend. “Motorsägenlehrgang” weiterlesen

China-Säge und Ablängvorrichtung

Nachdem ich 2005 vom Baumfällen zur Liegendholzverarbeitung übergegangen war, stellte sich sehr rasch heraus, dass die Schwertlänge meiner Baumarktsäge für das dicke Stammholz nicht immer ausreichen würde. So stellte sich also die Frage, ob ich dem allgemeinen Trend zur absoluten Profisäge folgen oder oder mich auf das strengstens verpönte Segment der China – Sägen wagen sollte.

China – Säge  Erfahrungen beim normalen Einsatz.

Nach einigen Überlegungen und dem Studium verschiedener Foren, die natürlich zum ganz überwiegenden Teil von dem „China Schrott“ abrieten, kam ich zu dem Schluss, es einmal mit einer Säge aus Fernostproduktion zu versuchen. Von der Überlegung ausgehend, dass die Säge bei mir jährlich maximal 10 Betriebsstunden zu absolvieren hätte, schien mir das finanzielle Risiko überschaubar. 10 Raummeter Holz im Jahr schienen mir die Ausgabe von 900 Euro für eine Stihl Säge mit 45 cm Schwert nicht zu rechtfertigen. Natürlich weiß ich, dass zwischen einem China – Böller und einer Stihl Welten liegen und ich habe während meines Motorsägenlehrgangs mit den Markensägen nur allerbeste Erfahrungen gemacht. “China-Säge und Ablängvorrichtung” weiterlesen

Kettensäge, welche ist die Richtige fürs Brennholz ?

Die Auswahl der richtigen Kettensäge für den persönlichen Bedarf.

Die richtige Kettensäge ist das A und O für eine einigermaßen ermüdungsfreie Arbeitsweise. Ein überdimensionierter „Riese“ mag für die Stammholzbearbeitung ja von Vorteil sein, beim Fällen und Entasten aber wohl kaum.

Als ich 1983 zum ersten Mal Brennholz im nahegelegenen Wald machte, hatte ich ein Los von ca. 8 Raummetern stehender Traubenkirsche gekauft. Nach der ersten Besichtigung mit dem Förster war klar, dass da zum Teil Laubholzbäume mit bis zu 25 cm Stammdurchmesser zu fällen waren. Demzufolge musste also eine Benzin-Kettensäge her, die diesen Stammdurchmesser bewältigen konnte und gleichzeitig aber leicht genug war für die Entastung. Meine Wahl fiel auf eine kleine handliche McCulloch mit einer Schwertlänge von 35 cm, für 350 DM. Das kleine giftige Ding hat mir 19 Jahre treue Dienste geleistet. Letzten Endes ist dann die Halterung für die Schwertbefestigungsschraube im Gehäuse ausgerissen. Aber gerade für das Holzfällen war die Kettensäge ideal weil man damit auch sehr gut entasten konnte. 2002 habe ich mir dann für 249 Euro eine Säge im Baumarkt gekauft, mit 40 cm Schwert. Diese Kettensäge hat gerade noch die Holzsaison  2012/2013 mitgemacht, bis auch sie an der Sollbruchstelle Schwertbefestigung und der Befestigung der Kettenspannschraube gestorben ist. “Kettensäge, welche ist die Richtige fürs Brennholz ?” weiterlesen

Heizmethode im Grundofen

Heizmethode
Holz im Kreuzverband aufschichten
Brennraum bis oben hin auffüllen

Nachdem der Winter in den letzten Tagen zurückgekehrt ist hatte ich nochmal Gelegenheit bei sehr ähnlichen Witterungsverhältnissen Anheiz- und Speicherverhalten des Ofens mit verschiedenen Bestückungsmengen Heizmethode und Holzarten zu testen.

Die beste Heizmethode ist das Vollschichten

Wie bereits erwähnt hat der Brennraum eine Kapazität von ca. 18 – 20 Kilogramm Holz bei Vollbeschickung. Momentan verheize ich gerade den Einschlag von 2007. Das Holz hat eine Restfeuchte von 15-17 %. Die Scheite sind ca. 32 cm lang und recht grob gespalten. Kreuzweise geschichtet passen dann 3 Lagen plus das Anfeuerholz in den Brennraum also 9-10 Scheite. Das Anfeuerverhalten ist stark von der Auskühlung des Ofens abhängig. wenn ich die Luftklappen der Feuerungstür konsequent nach erlöschen der letzten Flammen bei roter Durchglut schließe, sind 24 Stunden nach Heizbeginn oft noch rote Glutnester in der Asche.

Meist habe ich um 14 Uhr den ersten und meist auch einzigen Abbrand gestartet. Die Temperatur der Ofenfläche ist dann noch lauwarm, die Raumtemperatur beträgt dann 21-21.7 Grad. Unter diesen Umständen verläuft das Anfeuern sehr schnell und problemlos. Hatte ich dagegen vergessen die Luftklappen zu schließen und der Ofen ist ausgekühlt, dauert der ganze Vorgang dann doch etwas länger, verläuft aber trotzdem noch ungleich viel günstiger, als beim Anfeuern nach meiner alten Indianerfeuermethode. “Heizmethode im Grundofen” weiterlesen

Heizen, Holzfüllung des Grundofens

Zugegeben, anfangs habe ich mich noch schwer getan mit dem Heizen des Grundofens. Wie vom normalen Feuer her gewohnt, kam unten ein großer Kneuel Zeitungspapier rein. Darüber dann zeltförmig aufgestellt ca. 10 Stücke Anfeuerholz und darüber fürs erste 2 bis 3 Scheite Hartholz.

Der Schornstein mit ca. 13 Metern Höhe und einem Innenmaß von 25 mal 25 Zentimeter bot eigentlich ideale Voraussetzungen für einen guten Zug. Trotzdem musste ich lange mit der Öffnungsdauer der Brennraumtür, dem Öffnungswinkel und der Einstellung der Luftschlitze in der Brennraumtür experimentieren. Gelegentlich war dann schon mal das ganze Wohnzimmer verqualmt wenn ich wieder mal die Brennraumtür zu schnell geöffnet hatte. Der Kamin hat dann in der Anfangszeit auch ziemlich lange geraucht,  bis das Feuer richtig durchgebrannt war.

Vom Zeitpunkt des Anheizens an (um die Mittagszeit) rum, musste der Ofen nach dieser Methode ständig nachgeheizt werden. Wir haben dann immer wieder 2 bis 3 Scheite bis zum Heizende gegen 22.00 Uhr nachgelegt. Die physikalischen Gesetztmäßigkeiten  (Temperatur der Ofenmasse, Wärmeaufnahmefähigkeit, Speicherfähigkeit, Wärmeabgabe) waren mir nicht hinreichend klar. Ich hab halt geheizt wie ich das von Muttern her mit dem Holzherd in der Küche gewohnt war. “Heizen, Holzfüllung des Grundofens” weiterlesen

Wirkungsweise des Grundofens

Grundofen (1)
Das Funktionsprinzip

Durch die unkomplizierte Konstruktion des Grundofens / Kachelofens,  verlassen die Rauchgase ja die Brennkammer durch zwei Rauchgasöffnungen an der beiden hinteren Ecken der Brennkammer direkt unter der Brennkammerdecke in etwa 1,2 Meter Höhe.  Durch die Zugverhältnisse im Kachelofen strömt ein Großteil der heißeren Gase nach unten wird dort verwirbelt und verläßt den Ofen an der Unterseite in den Kamin. Ein kleinerer Teil umströmt direkt den über der Brennkammer befindlichen Backofen und verläßt schlußendlich den Ofen ebenfalls durch die Kaminöffnung.

Im Backofen / Warmhaltefach werden Temperaturen von ca. 160 Grad erreicht, was zum Brotbacken allemal ausreicht.

Die Rauchgase haben beim Überströmen in den Kamin nur noch etwa 200 Grad. Die Differenzwärme wurde sowohl an die Schamotteziegel von Brennkammer und Backofen,  als auch an die aus Vollziegel und Verputz bestehende Außenwand des Grundofens abgegeben.

Nach erfolgter Aufheizung geben dann ca. 5 Quadratmeter Außenfläche des Grundofens die gespeicherte Wärme direkt an das ca. 32 Quadratmeter große Wohnzimmer ab.

Dabei findet natürlich durch die in der Vorderfront befindliche Brennraumtür eine wesentlich höhere Wärmeabgabe statt. “Wirkungsweise des Grundofens” weiterlesen

Grundofenbau Teil 2 – Unterschied zum Kaminofen

Unterschiede zu einem Kaminofen aus dem Baumarkt

Die Beschreibung des Funktionsprinzips des Grundofens ohne Feuerrost und kaminseitigem Anschluß auf dem Boden des Ofens unter der Brennkammer machte klar, dass das kein schneller Ofen werden würde. Der Schwerpunkt lag eindeutig auf einer hohen Speicherfähigkeit der halt dadurch eine trägen Regelbarkeit gegenüber stand. Insofern kann man den Grundofen überhaupt nicht mit den Eigenschaften eines vergleichsweise leichten und mobilen Kaminofens vergleichen.

Das traf sich aber absolut mit unseren durch den Berufsalltag bestimmten Anforderungen. Der Ofen sollte in den Nachmittagsstunden so ab 15 Uhr angeheizt und dann bis maximal 22 Uhr betrieben werden. Die Wärme dann bis zum nächsten Anheizen, also mindesten 14-16 Stunden anhalten.

Die Speicherfähigkeit erhöhte sich in unserem Fall noch ganz wesentlich dadurch, dass der Ofen mit der linken Seite direkt an den Kamin und mit der Rückseite an die fast 40 cm starke Mitteltragwand des Erdgeschosses praktisch angemauert wurde.

Diese Wand trennt das Wohnzimmer von Diele, Küche und Esszimmer und heizt daher diese Räume mit. Das Temperaturgefälle von direkt beheiztem Wohnzimmer welches an kalten Wintertagen Abends durchaus 23 Grad und mehr aufweisst zu Küche, Diele und Esszimmer mit ca. 20 Grad, kommt unseren Wohlfühlgewohnheiten sehr entgegen. Alles dies konnten wir uns zur Planungs und Bauzeit natürlich nur wünschen. Eine genaue Beschreibung der zu erwartenden Heizleistung und -Wirkung war in der Bauanleitung nicht enthalten. “Grundofenbau Teil 2 – Unterschied zum Kaminofen” weiterlesen

Grundofenbau Anschluß am Kamin

Der offene Kamin hat sich überhaupt nicht bewärt. Ein Grundofen muss her.

Als wir 1978 eine sehr altes renovierungsbedürftiges Haus gekauft haben, hat sich nach der Grundsanierung sehr rasch der Wunsch nach einer, die neue Gaszentralheizung unterstützenden Holzheizung eingestellt.

Zunächst habe ich in Eigenarbeit einen offenen Kamin im Wohnzimmer im Erdgeschoß aufgebaut. Schamotteeinsatz gekauft, an der mittleren Tragwand an einen der insgesamt im Haus vorhanden 2 Kamine aufgebaut und angeschlossen. Den Heizeinsatz habe ich mit groben Porphyrsteinen aus dem Steinbruch verkleidet.  Alles sah prima aus. Die Stimmung am knisternden Kaminfeuer ohne Glastür war richtig schön.  Trotzdem habe ich das Ding nach dem ersten Winter wieder abgerissen und rausgeschmissen.  Die Heizwirkung war einfach zu schlecht. Vor dem Kamin gabs vorne Hitze und hinten nen kalten Hintern.

 Wie schon gesagt, das Haus mußte von Grund auf saniert werden. Dazu gehörte auch eine vernünftige Gas-Zentralheizung. Nach einer Beratung auf einer Baumesse, habe ich mich entschlossen, einen kompletten Bausatz, inklusive Überwachung des Selbstbaus und der Schlußabnahme durch einen Sanitärfachmann, zu kaufen. “Grundofenbau Anschluß am Kamin” weiterlesen