Stihl produziert auch in China

Stihl produziert Motorsägen für das untere Preissegment ebenfalls in China

Wenn man so in den einzelnen Foren, die sich mit den Themen Brennholz, Heizen, Waldarbeit und Motorsägen beschäftigen, unterwegs ist, um sich Tipps und Anregungen für Reparatur und Wartung zu holen, stößt man immer wieder auf das Thema: „Was taugen Motorsägen aus China ?“ Da werden unterschiedliche Erfahrungen beschrieben, gute und schlechte, objektive und gesponserte. Nicht nur In letzteren werden Chinasägen dann auch mal gerne als „Chinaböller“, „Chinakracher“ und „Chinaschrott“ bezeichnet. Dabei wird  geflissentlich übersehen, dass gerade der renomierte deutsche Hersteller Stihl schon seit 2006 ein Fertigungswerk für Einsteigersägen in China unterhält, wie aus dieser Pressemeldung hervorgeht.

Sind die in China produzierten deutsche Markensägen dann kein Chinaschrott mehr ?

Wenn man den Wusch hat, eine deutlich bessere Maschine zu kaufen, als es dem soliden Grundbedarf entspricht, muss man natürlich auch  einen deutlich höheren Preis bezahlen. Aber keine Maschine ist nahezu 10 mal besser als das solide Grundmodell.

Der Preis so mancher in Deutschland verkaufter Markenmotorsägen aber sehr wohl.

Die ganze Diskussion erinnert mich irgenwie an die Debatten über japanische Autos vor 15 oder 20 Jahren. Heute weiß jeder, dass japanische Autos eben kein Schrott sind. Und so wird es mit allen anderen Wirtschaftsgütern aus chinesischer Produktion in Zukunft auch laufen. Auch da wird sich, wie bisher bereits auch schon langsam geschehen, die Spreu vom Weizen trennen. Und warum sollten chinesische Arbeiter für die eigenen Marken schlechter arbeiten, als für europäische Unternehmen ?Und weil das eben so ist, werde ich, sofern wieder erforderlich, eine preiswerte, meinem Bedarf und dem zu erwartenden Verschleiß entsprechende Motorsäge kaufen, ganz egal aus welcher Produktion diese kommt.

Es ist völlig klar, dass der professionelle Arbeitseinsatz das ganze Jahr und den ganzen Tag über natürlich Motorsägen, die eben für diese Belastung konstruiert wurden und entsprechend haltbar und demzufolge auch teuer sind, erfordert.

Es ist aber doch fraglich, bei einem Jahresholzbedarf von 10 Festmetern oder wegen des gelegentlichen Fällens eines Baumes im Hausgarten eine Profisäge wie z.B. die MS 201 T für 779 Euro einzusetzen.

Natürlich ist für viele Holzwerker ihre Arbeit  auch gerne betriebenes Hobby und die sollen  auch Freude an ihrer edlen und wohlgewarteten Markensäge für über 700 Euro haben. Ist halt eben wie beim Auto, mit dem Golf geht ja auch fast das Gleiche wie mit dem Porsche nur eben ein bischen anders.